15.01.2015                                                                             Willkommen in Biel: Jenische dürfen auch 2015 hier rasten

Die Stadt Biel stellt den Jenischen auch in diesem Jahr den Platz im Böingenfeld zur Verfügung. Ein weiteres provisorisches Jahr, wie die Stadt betont.

 

Schweizer Fahrende dürfen sich mit ihren Wohnwagen auch dieses Jahr wieder in Biel niederlassen. Dies bestätigt die Stadt auf Anfrage unserer Kollegen von Radio Canal 3.

Biel hatte einen Platz für Jenische bereits in Aussicht gestellt, jedoch mit Bedingungen, wie André Glauser, Leiter der Abteilung Öffentliche Sicherheit, erklärt. Biel sollte nicht die einzige Gemeinde im Kanton sein, die Platz für Schweizer Fahrende bietet. Nun stelle auch die Stadt Bern ein Areal zur Verfügung, die Bedingung sei also erfüllt.

Glauser betont jedoch: „Wir stellen den Platz ein weiteres provisorisches Jahr zur Verfügung.“ DPlatz im Bözingenfeldies im Hinblick darauf, dass auf kantonaler Ebene eine definitive Lösung geschaffen werde.

Platz im Bözingenfeld

Konkret lässt die Stadt Biel die Jenischen im Bözingenfeld rasten. Es handelt sich um den Parkplatz des früheren Schiessstandes im Bözingenfeld, bis zu zehn Wohnwagen können hier abgestellt werden. Jenische sind hier von Ende April bis Ende August willkommen.

 

Der Kanton hat dank den Plätzen in Biel und Bern ein Jahr länger Zeit, eine definitive Lösung zu finden. Langfristig will der Kanton mindestens drei bis fünf zusätzliche Durchgangs- und Standplätze für Jenische im Kanton Bern und ein bis zwei Transitplätze für ausländische Fahrende finden und diese raumplanerisch sichern. 

5.12.2014 Kt. SH Informationen aktueller Stand

1: ein provisorischer Platz ist ab 2015 geplant , befahrbar ab März 2015. Augenschein hat stattgefunden durch die Raumplanungsbehörde des Kantons. Das schriftliche Bewilligungsgesuch wurde eingereicht. Standort wird bekannt gegeben, wenn es definitiv ist. Der Platz ist in der Nähe der Stadt Schaffhausen. Wir werden in zwei Wochen informiert über den Entscheid, wie den Standort. Weitere Schritte werden dann besprochen -> Preis, Infrastruktur etc. evtl. persönliches Vorstellen unsererseits.

2: zwei weitere potenzielle Plätze wurden besichtigt. Schriftliche Gesuche wurden gestellt, seitens der Raumplanungsbehörde. Plätze auch hier in der Nähe der Stadt Schaffhausen.

So nun heisst es zwei Wochen warten, und Daumen drücken. Verein Bewegung der Schweizer Reisenden / Mouvement des Voyageurs Suisse.

 

PS: Die schriftliche Bestätigung des Verlaufes durch die Raumplanungsbehörde folgt nächste Woche hier.

 

13.11.2014                                                                       Gemeinsame Medienmitteilung: Taskforce wird zur Farce

Das Bundesamt für Kultur BAK hat auf heute, Donnerstag, 13. November, ein „Kickoff-Meeting“ einberufen, an dem die eingeladenen Organisationen der Jenischen, Sinti und Roma den vom BAK erarbeiteten Aktionsplan für die nächsten Jahre in Empfang nehmen sollten. Obwohl schon seit August die Organisationen der Jenischen, Sinti und Roma und die Gesellschaft für bedrohte Völker GfbV ihre Bedenken über die behördenlastige Zusammensetzung und Vorgehensweise schriftlich angemeldet hatten, wurde auf die berechtigten Anliegen nicht eingegangen. Damit die Taskforce nicht zur Farce verkommt, haben die Organisationen der Jenischen, Sinti und Roma und die GfbV die Sitzung unter Protest verlassen. Minderheitenförderung heisst für die unterzeichnenden Organisationen gleichberechtigte Teilhabe an den politischen Prozessen, sowie Anerkennung der kulturellen Selbstbestimmung und Bedürfnisse. Eine Versammlung der Organisationen wird das weitere Vorgehen beraten und konkrete eigene Aktionspläne entwickeln.

Dies ist eine gemeinsame Medienmitteilung der unten genannten Organisationen

- Bewegung der Schweizer Reisenden,

- Radgenossenschaft der Landstrasse

- Naschet Jenische,

- Verein schäft qwant,

- SIFAZ,

- Genossenschaft fahrendes Zigeuner-Kultur-Zentrum,

- Verein Romano Dialog,

- Gesellschaft für bedrohte Völker,

- Association Yenisch Suisse

 

Wir laden ein zur zweiten GV, am 08. November 2014

Hotel Comfort Egerkingen ab 17 Uhr:

 

 

1. Punkt
Begrüssungsansprache durch Herr Mike Gerzner Präsident
Vorstellen neuer Vorstandsmitglieder, wie Abgänge
Rückblick 2014
Wahl eines weiteren Vorstandsmitgliedes/ Ankündigung

Filmvorführung: Herr Ramon Waser

 

 

2. Punkt
Platzsituation Welschland: Herr Ludovic Gerzner / Herr Albert Barras/ Herr Frederic Birchler
Aktueller Stand
Erreichtes
Weitere Planungen/ Vorgehen

 

 

3. Punkt
Platzsituation Deutschschweiz: Herr Marco Graf / Herr Reto Moser/ Herr Ramon Waser
Aktueller Stand
Projekte/ Rückblick
Weitere Planung/ Vorgehen

 

 

4. Punkt
Medienarbeit/ interdisziplinäre Zusammenarbeit/ Herr Claude Gerzner
Allg. Orientierung

Pause 20 Minuten mit Buffetservice

 

 

5. Punkt
Blick in die Zukunft/ Herr Mike Gerzner

Vorstellen weiterer Projekte
Allg. informelles an Vereinsmitglieder

 

 

6. Punkt
Wahl eines weiteren Vorstandmitgliedes

Wir freuen uns auf ein zahlreiches Erscheinen.
Verein Bewegung der Schweizer Reisenden/ Mouvement des Voyageurs suisses
Die wahren Werte einer Demokratie werden daran gemessen, wie sie mit Ihren Minderheiten umgeht.

Fahrende Neuer jenischer Verein bringt sich in Stellung

Donnerstag, 24. April 2014: Jenische besetzten mit über 100 Wohnwagen die kleine Allmend in Bern. Nun räumt die Polizei das Gelände, denn es wird als Parkplatz für die am Folgetag beginnende BEA benötigt. Aufgerufen zur Besetzung hatte die Bewegung der Schweizer Reisenden.
 
 

Die Bewegung der Schweizer Reisenden will die umstrittene Radgenossenschaft als Fahrenden-Dachorganisation ablösen.

 
 
Die Bewegung der Schweizer Reisenden (BSR) ist noch kein Jahr alt, doch an Selbstbewusstsein fehlt es ihr nicht: «Wir sind bereit, anstelle der Radgenossenschaft die Inte­ressen der Schweizer Fahrenden zu vertreten», sagt BSR-Präsident Mike Gerzner. Die Bewegung sei mit den Kantons- und Gemeindebehörden gut vernetzt und bei den Fahrenden breit ab­gestützt. «Wir sind draus­sen bei unseren Leuten, wir wissen, wo sie der Schuh drückt», so Gerzner.

 

Kritik an Radgenossenschaft

Mike Gerzner, Präsident «Bewegung der Reisenden».

Bekannt wurde die Bewegung im Frühling, als sie Fahrende dazu aufrief, die Berner Allmend zu besetzen und so auf fehlende Durchgangsplätze aufmerksam zu machen. Ihre Gründer werfen der Radgenossenschaft vor, sich zu wenig für die Fahrenden einzusetzen – und sehen sich darin bestärkt, seit der Beobachter im Juli publik machte, dass Radgenossenschafts-Präsident Daniel Huber seine Organisation durch hohe Geldbezüge in die Handlungsunfähigkeit getrieben hatte.

Ob der Bund – der die Radgenossenschaft seit 1986 als Dachverband der Fahrenden anerkennt und heuer mit 270'000 Franken unterstützt – auf das Angebot der Bewegung eingeht, ist offen. Zwar ist das Verhältnis zu Radgenossenschafts-Präsident Huber seit dessen Geldbezügen arg getrübt; das Bundesamt für Kultur (BAK) hatte gar seinen Rücktritt gefordert. Gemäss David Vitali, Leiter der Sektion Kultur und Gesellschaft im BAK, steht jedoch noch nicht fest, wie die Zusammenarbeit mit den Fahrenden künftig aussehen soll. Sicher ist nur: Das BAK ist auf eine Jenischen-Organisation angewiesen. Die Schweiz hat die Fahrenden in einem Rahmen­abkommen des Europarats als nationale Minderheit anerkannt, sie ist damit verpflichtet, ihre Kultur zu fördern. «Dazu brauchen wir auf der jenischen Seite einen Ansprechpartner», sagt Vitali.

 

100'000 Franken aufs Konto

Radgenossenschafts-Präsident Daniel Huber erklärt heute gegenüber der Newsplattform «20 Minuten online», die Finanzprobleme seiner Organisation seien behoben, der drohende Konkurs abgewendet – vor allem dank eines Legats von 80'000 Franken, das nun zu einem grossen Teil ausbezahlt worden sei. Wie sehr Hubers Frohlocken mit Vorsicht zu geniessen ist, zeigt allerdings ein Schreiben der Revisionsstelle, die im Auftrag des BAK die Buchhaltung der Radgenossenschaft unter die Lupe nahm. In dem Brief, der dem Beobachter vorliegt, stellt der Revisionsexperte Anfang September klar, dass das Legat wegen Steuerbelastungen und Honorarabgaben einerseits wohl schmaler ausfallen dürfte als von Huber erwartet – und dass anderseits selbst bei Berücksichtigung des Legats zur Sanierung der Radgenossenschaft weiterhin über 60'000 Franken fehlten. Sein Fazit: «Ohne externe Hilfe (Mittelzuschüsse von aussen) wird die Radgenossenschaft der Landstrasse wohl kaum zu retten sein.»

Huber machte vergangene Woche seine Geschäftsführerin Sandra Bosshard für das Loch in der Kasse der Radgenossenschaft verantwortlich. Mit der Wahrheit nahm er es dabei nicht allzu genau. So behauptete er etwa, Bosshard habe «mit Einzelzeichnungsberechtigung allein alle Zahlungen von den Konten der Radgenossenschaft» ausgeführt – ein Blick ins Handelsregister zeigt dagegen, dass die Geschäftsführerin nur zu einer Kollektivunterschrift zu zweien berechtigt ist; der Präsident oder der Vizepräsident müssen mitunterzeichnen.

Aus Bankauszügen, die dem Beobachter vorliegen, geht zudem hervor, dass sich der Radgenossenschafts-Präsident bis Ende Mai über 68'000 Franken Lohn auszahlen liess. Die erste grosse Tranche von 14'000 Franken floss bereits am 3. Januar, dem ersten Werktag des neuen Jahres. Anfang April folgte eine Lohnüberweisung von rund 20'000 Franken, Ende Mai kamen weitere 26'000 Franken hinzu. Nicht zu vergessen die Spesen: Bis Ende Mai liess sich Huber fast 10'000 Franken Fahr- und 3000 Franken Essenspesen auszahlen. Zusammen mit Überstundenentschädigungen und anderen Zahlungen flossen so  innerhalb eines knappen halben Jahres rund 100'000 Franken von der Radgenossenschaft auf Hubers Konto.

02.10.1014

 

Liebe Freunde und liebe Mitglieder,

 

Diesen Sonntag hat der Verein Bewegung der Schweizer Reisenden den ersten festen Durchgangsplatz für schweizer Reisenden in der Romandie offizialisiert!
Wir sind der erste Verein, der es geschafft hat.
Aber wir haben es geschafft, und das ist uns nun dank ihnen allen gelungen, in Bern, Nidau, Mavalau usw.  Ihr unterstützt uns als Mitglieder. Ohne euch hätten wir nie so viel geleistet!
Deshalb wollen wir ein sehr großes Dankeschön an alle sagen!
Wir wollen auch die Behörden vom Kanton Jura herzlich danken, insbesondere Raphael Schneider, der uns seit einigen Monaten seine wertvolle Unterstützung gegeben hat.
Nochmals vielen Dank an alle.